ALPTRAUM EINES SUPERSTARS

Heute Mittag schweißgebadet aufgewacht, der immergleiche Alptraum hat sich erneut Zugang zu meinem Geist verschafft: Kurz vor Konzertbeginn, ich fiebere dem Auftritt entgegen, doch auf einmal der Schreck-wo ist die Band? Nichts. Niemand. Ich alleine hinter der Bühne. Noch 3 Sekunden-langsam wird es eng, das Publikum verlangt nach seinem Idol. Schon mischen sich die ersten Pfiffe unter die Buhrufe. Ich kann nicht mehr warten,"Raus. Raus. Raus auf die Bühne!" hämmert es in meinem Schädel. Auch ohne die Jungs! Und schon bin ich oben, getrieben von der Angst die Eintrittsgelder zurückzahlen zu müssen! Dann der Spot- und auf einmal ist alles ganz klar: Die Band ist das Publikum, das Publikum ist die Band- da stehen sie, die doch eigentlich auf die Bühne gehören von ihrem eigenen Anspruch her und wollen mich beurteilen in meiner Kunst. Frankus, das Medium spielt auf seiner Klarinette, aber es kommen keine Töne heraus, nur kleine Tränen.Eine gespenstische Szenerie! Ich singe und tanze, doch von Applaus ist wenig zu spüren, nur ein grimmiges Knurren, das aus zehn Kehlen hervorgleitet und mir etwas Unsicherheit bereitet. Das ist er, der rächende Bumerang, der zu seinem Herren zurückkehrt wie ein alter Hund zu seinem Knochen: Rache für gebrochene Versprechen und geschwollene Wangen. Jetzt wollen sie sehen, wie auch einmal ich leiden muß! Schluß.Ende. Ich öffne die Augen. Was mag dieser Traum bedeuten? Manchmal kann man auch zu viel analysieren, oder doch? Wer weiß das schon, in der heutigen Ausbeutergesellschaft! Bis dahin, Euer Tom Gaebel

12.10.07 17:37

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