PURE EROTIK FÜR AUGEN UND OHREN - lasst uns live in die Augen schauen!

Alter Schwede, was fuer ein Stress! Nächste Woche geht es auf grosse Deutschlandtour: 10 Maenner, die Musik machen und ein Mann, der natuerlich wieder den ganzen Applaus bekommt. Ich kann mich noch an unsere Anfaenge erinnern, damals war das Konzept, in verschiedenen Staedten aufzutreten, noch ganz neu. Die ganze Branche belaechelte uns als Phantasten und es klang ja auch zu verrueckt: Jeden Abend eine andere Stadt, teilweise mehr als 20 Kilometer auseinander gelegen! Auch die wilden Diskussionen ueber meine Idee, mit auf die Buehne zu gehen, werde ich nie vergessen. Seitdem hat sich natuerlich unglaublich viel getan und ich muss mittlerweile schon selber auf meine Verdienste aufmerksam machen. Kaum Einer wird sich auch noch erinnern koennen, dass wir die Ersten waren, die den Hutzwang unterliefen. Heute ist es ja schon fast normal, ohne Kopfbedeckung aufzutreten. Gleich wird unsere letzte Probe stattfinden und ich kann Euch versprechen, wir haben ein ganz tolles Programm zusammengestellt! Eine Mischung aus meinen eigenen Songs und Klassikern von Sinatra und Co., die in dieser Form noch nie gespielt worden ist - ausser vielleicht in einem Paralleluniversum, aber ich will jetzt nicht zu sehr in die Biologie abschweifen. Dazu haben wir natuerlich auch eine Menge Show-Einlagen, wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob die Nummer mit dem Affenmann funktionieren wird, wir verhandeln noch mit den Bundesbehoerden. Leider sind auch meine Experimente mit einem Hologramm, das mich vertreten sollte, fehlgeschlagen – er will sich selbstaendig machen. Das heisst, wir koennen uns live in die Augen schauen, liebe Myspace-Freunde! Ich freue mich sehr, dass Ihr Alle kommen wollt und bin mir sicher, dass Ihr ebenso begeistert von mir sein werdet wie ich selber. Spaetestens bei den Orgien, die wir nach dem grossen Erfolg im vorigen Jahr jetzt nach jedem Konzert veranstalten wollen, wird dann auch der letzte Zweifler auf seine Kosten kommen. Bis Dahin, Euer Tom

2.11.07 18:23, kommentieren

PURE EROTIK FÜR AUGEN UND OHREN - lasst uns live in die Augen schauen!

Alter Schwede, was fuer ein Stress! Nächste Woche geht es auf grosse Deutschlandtour: 10 Maenner, die Musik machen und ein Mann, der natuerlich wieder den ganzen Applaus bekommt. Ich kann mich noch an unsere Anfaenge erinnern, damals war das Konzept, in verschiedenen Staedten aufzutreten, noch ganz neu. Die ganze Branche belaechelte uns als Phantasten und es klang ja auch zu verrueckt: Jeden Abend eine andere Stadt, teilweise mehr als 20 Kilometer auseinander gelegen! Auch die wilden Diskussionen ueber meine Idee, mit auf die Buehne zu gehen, werde ich nie vergessen. Seitdem hat sich natuerlich unglaublich viel getan und ich muss mittlerweile schon selber auf meine Verdienste aufmerksam machen. Kaum Einer wird sich auch noch erinnern koennen, dass wir die Ersten waren, die den Hutzwang unterliefen. Heute ist es ja schon fast normal, ohne Kopfbedeckung aufzutreten. Gleich wird unsere letzte Probe stattfinden und ich kann Euch versprechen, wir haben ein ganz tolles Programm zusammengestellt! Eine Mischung aus meinen eigenen Songs und Klassikern von Sinatra und Co., die in dieser Form noch nie gespielt worden ist - ausser vielleicht in einem Paralleluniversum, aber ich will jetzt nicht zu sehr in die Biologie abschweifen. Dazu haben wir natuerlich auch eine Menge Show-Einlagen, wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob die Nummer mit dem Affenmann funktionieren wird, wir verhandeln noch mit den Bundesbehoerden. Leider sind auch meine Experimente mit einem Hologramm, das mich vertreten sollte, fehlgeschlagen – er will sich selbstaendig machen. Das heisst, wir koennen uns live in die Augen schauen, liebe Myspace-Freunde! Ich freue mich sehr, dass Ihr Alle kommen wollt und bin mir sicher, dass Ihr ebenso begeistert von mir sein werdet wie ich selber. Spaetestens bei den Orgien, die wir nach dem grossen Erfolg im vorigen Jahr jetzt nach jedem Konzert veranstalten wollen, wird dann auch der letzte Zweifler auf seine Kosten kommen. Bis Dahin, Euer Tom

2.11.07 18:23, kommentieren

ICH GEGEN TONY MALENTE - eine Pokernacht im Calypso Blue!

Ein enger Raum, die Luft heiß und stickig. Dichter Qualm aus durchspeichelten Zigarren räkelt sich unter einer schäbigen Funzel, die nur wenig Licht auf die vier Männer um den kleinen Tisch wirft. Ihre verschwitzten Gesichter ölen sich durch eine lange Nacht, die Augen schwer behangen mit Tränensäcken. Ich erinnere mich als ob es erst vorgestern war: die Pokernacht im Calypso Blue in Las Vegas. Es war mein letzter Tag, das 2 wöchige Engagement beendet und ich hatte die Taschen voller Geld. Karten hatte ich bisher nicht angerührt, keinen Cent in die hungrigen Automaten gesteckt, denn ich mußte so schnell wie möglich raus aus dieser Spielerhölle, in der sich verlorene Seelen und gescheiterte Existenzen die Hand geben. Gerade wollte ich zum Taxi fahren , da fragte mich Casino Boss Tony"Big Fish" Malente, ob ich nicht doch noch Lust auf eine kleine Partie Poker unten im Keller hätte. Ich sagte ja, ein großer Fehler, aber wer versetzt schon den alten Tony? Als sich die Tür öffnete sah ich sie alle versammelt, die Pokerlegenden aus Vegas: Jimbo Jones, Ugly Pete und den Typen, den sie nur Gumbo nennen, ein grobschlächtiger Türsteher aus der 2nd street. Ich wußte, daß die Jungs verdammt gut spielten, doch am Anfang hatte ich eine Menge Glück. Gumbo war als erster dran, er ging "All In" mit kleinem "straight draw", ich erledigte ihn mit einem "Caro Flush, Pik7 high" Eine Stunde später zog Ugly Pete plötzlich mit einem "raise" von 10.000$ davon. Was sollte ich machen? Zwei pocket pairs auf der Hand sah es gut aus für mich, was aber hatte er? Ich versuchte in seinem Gesicht zu lesen, aber er hatte sich schon einen Lappen über den Kopf geworfen, der alte Hund. Es konnte nur eine Antwort geben, ich ging "All In" mit 65.000$ - alles, was ich in der Brieftasche hatte. Kurzes Schlucken, dann schob er alle seine Chips in die Mitte des Tisches: "Double Raise All In" Mir blieb das Herz stehen, Pete grinste mich höhnisch an. Noch eine Karte, dreh um, Alter Freund, was zeigst Du mir... Klapp. Die Karte glotzt mich an: "Blueberry Hill", ich kann es nicht glauben - gewonnen, gewonnen gegen vier Könige. Ugly Pete fängt an zu weinen. "Scher Dich doch zum Teufel, Du häßlicher Vogel!" Meine Freude ist schier grenzenlos. Bleiben Tony und ich, er ein alter Haudegen, ich ein Teufelskerl. Respekt zwischen zwei Großen. Es fängt gut an für mich, zwei Asse "pocket house", kaum zu schlagen, ich setze alles, Tony geht mit, der Showdown beginnt: Langsam lege ich meine Asse auf den Tisch: Bamm, Bamm.... Tony grunzt, dann blättert er seine Karten vor mir hin: 1, 2...3 Asse! Er hat gewonnen, ich alles verloren, die gesammelten Bandgagen, wie soll ich das nur den Jungs erklären? Wortlos stehe ich auf, nehme meine Handtasche und gehe. Seitdem bin ich nie mehr in Vegas gewesen, nicht mal im Traum. Was aus den Jungs geworden ist? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich in dieser Nacht zu einem ganzen Mann geworden bin. Bis Dahin, Euer Tom

29.10.07 18:54, kommentieren

MEIN AMOKLAUF

Heute morgen habe ich meinen ersten Amoklauf begangen. Ich muß vielleicht dazu sagen, dass ich sehr schlecht gelaunt war, als ich aufwachte. Das Gefühl, von aller Welt missverstanden zu werden hatte sich schon die ganze letzte Zeit über in mir angestaut und nun suchte ich einfach ein Ventil, um den ganzen Frust raus zu lassen. Leider hatte ich kein dem Anlass angemessenes Werkzeug für meine Tat zur Verfügung, daher bin ich einfach schreiend durch die Straßen gelaufen und habe alle Leute angepöbelt. Solche Aktionen werden ja nun nicht von jedermann befürwortet, aber für Diskussionen hatte ich nun mal keine Nerven und Argumente. Außer natürlich das Recht des Stärkeren. Ein schönes Recht, wie ich finde, vor allem, wenn man es aus einer höheren Position heraus wahrnehmen kann. Vielleicht sollte ich doch noch in die Politik wechseln, wobei sich das demokratische Prinzip in unserer Band z.B. nicht bewährt hat. Zu oft kann ich meinen Willen nicht durchsetzen und muß mich von anderen eines Besseren belehren lassen. Nur gut, dass ich Argumenten nicht zugänglich bin. Bis Dahin, Euer Tom

25.10.07 18:12, kommentieren

BOMBULLA ... und ich!

Hamburg, letzter Tag: Heute will ich endlich den ..Großen Bombulla" besuchen, den Mann, von dem man sich erzählt, er habe schon Tote zum Leben erweckt und umgekehrt. Ein Mann, ohne jegliche Bildung, der dennoch über höchste Weisheit verfügt. Ein Mann, ohne Ehefrau, der dennoch nie alleine schlafen muß. Leider weiß ich nicht, wo er wohnt, daher frage ich den erstbesten Blockflöter mit Hund. ..Du kannst ihn nicht finden, er findet Dich", raunt der mir geheimnisvoll zu,"Aber es schadet auch nicht, wenn Du Dich Richtung St. Pauli hälst." Wenig später laufe ich über die berühmte Reeperbahn. Mir fällt auf, dass die Frauen hier sehr viel freier im Umgang mit dem anderen Geschlecht sind. Mehrmals wird mir sogar richtiger Verkehr angeboten, den ich allerdings erstmal dankend ablehne. Dieser zur Schau gestellter Geschlechtstrieb ist mir suspekt: Vielleicht bin ich altmodisch, aber Sexualität ist für mich etwas, das man mit sich selber ausmachen muß. Wie ich so sinnierend durch die Straßen streiche fällt mir erst gar nicht auf, dass überhaupt keine Menschen mehr zu sehen sind. Und plötzlich sind auch die Häuser verschwunden, es ist, als ob sich alles um mich herum auflöst. Langsam werde ich nervös, das scheint mir doch recht sonderbar zu sein, zumal sich auch der Boden mittlerweile verabschiedet hat mit einem meckernden Lachen. Ich schließe die Augen, eine Ersatzhandlung, denn das Lachen wird immer lauter: He He! Ho Ho!! Har Har!!! ---- Plötzlich Stille. Ich öffne die Augen. Der Raum ist weiß, ganz weiß. Weiße Wände, weißer Boden, weiße Decke. Ich blinzele. Ein Tisch steht da und ein Stuhl, beide sind durchsichtig und können daher auch keine farblichen Akzente setzen. Auf dem Stuhl sitzt ein Mann von sonderbarer Gestalt: Weder groß, noch klein. Nicht dick, oder dünn. Der Große Bombulla! Keine Kategorie scheint Anwendung zu finden auf diesen Mann, der mich unablässig anschaut mit einem Lächeln, das mich erröten lässt. ..Wie gefällt Dir mein Hut?" Ich bin unsicher, einerseits möchte ich nicht unhöflich sein, aber andererseits hat er gar keinen Hut auf. Ein Trick vielleicht. ..Besser als der meiner Tante!" erwidere ich. Er grunzt. ..Du bist nicht dumm, zumindest nicht so, wie die Leute sagen- Was führt Dich zu mir, hübscher Knabe?" Lüstern fährt er sich mit seiner Zunge durch seinen langen Bart und etwas heraus, das er genüsslich zwischen seinen Zähnen verschwinden lässt. Eine unangenehme Situation für mich. Der Große Bombulla will sich mit feiner Erotik meines Geistes bemächtigen, aber ich muß doch heute Abend singend meine Fans erzücken, keine Zeit für Lustspiele, der Herr! Ich haue ab, nur wohin? Bombullas Zunge gleitet auf mich zu, glitschiger Belag dampft mir entgegen: ..Komm! Komm! Komm!" Erneut schließe ich die Augen, ein guter Schachzug, denn augenblicklich befinde ich mich zurück auf der Straße, jetzt sind auch die Leute wieder da. Normalerweise verachte ich sie, aber jetzt könnte ich sie grüßen, so emotional bin ich. Was nur ist da eben passiert, ein Spiel meiner Fantasie? Oder handelt es sich um eine Art Nebenrealität, in der es sich Bombulla gemütlich gemacht hat? Eine wissenschaftliche Überprüfung täte Not, doch verändert nicht der Beobachter beim Beobachten das beobachtete Objekt? (Heidegger) Nicht wenn er vorsichtig ist und Handschuhe trägt, meine ich. Mal sehen, was wird. Bis Dahin, Euer Tom

18.10.07 18:32, kommentieren

LEICHTE MÄDCHEN

..Wer einmal im Hamburger Hafen war, der wird nie wieder schlecht über Fisch reden." Dieses alte Sprichwort kam mir in den Sinn, während ich mich durch ein Meer an Eindrücken kämpfte: Schiffe, groß wie Häuser. Zu Hunderten werden sie hier abgefertigt, doch es scheinen Tausende zu sein. Beladen. Entladen. Keine Pause. Keine Rast. ..Los,Los .. Weiter! Schneller!" Der Ruf des Kapitals erschallt aus Tausender Kehlen. Hebekräne, bedient von emsigen Arbeitern, befördern Gewürze und Geschmeide aus aller Herren Länder in die riesigen Speicher. Mensch und Maschine, beinahe freundschaftlich vereint sieht man sie hier. Dazwischen starke, schöne Matrosen in ihren engen, verbeulten Hosen. Sie schwitzen sehr stark, von der Arbeit. Aber es riecht gut. Und schon kommen sie hervor, die leichten Mädchen und Frauen der Stadt, ein paar junge Männer sind auch dazwischen, aber in Röcken. Sie alle eilen herbei um vielleicht eine kleine Seefahrerliebe zu erleben, eine Matrosenromanze. Kräftige Arme erwarten sie und werfen sie über die Schulter, wer kann, nimmt auch zwei gleichzeitig .. klassische Rollenverteilung, Hamburger Art. Ich sehe und staune, ich beobachte und notiere. Fremd fühle ich mich hier nicht, eher wie ein Außenseiter. Ja, hier wollen wir auftreten, 4 Tage lang. Spielen und Singen so gut wir können, vielleicht auch Tanzen. Nachdem wir im Frühjahr schon einmal in den ..Fliegenden Bauten" gastiert haben, sind wir jetzt nur zu gerne bereit, uns noch einmal in dieses Wagnis zu stürzen. Diesmal soll sogar Publikum dabei sein, habe ich gehört. Bis Dahin, Euer Tom

15.10.07 13:34, kommentieren

DIE MENSCHEN SIND VERSCHIEDEN

Warum macht der eine eigentlich Musik, während der andere im Büro sitzt? Warum ist einer Sänger, während der andere immer alleine in's Bett muß? Oft zerbreche ich mir den Kopf wegen solcher Fragen und ich komme doch nur auf eine Antwort: die Menschen sind einfach verschieden! Wobei sie natürlich sich dann immer noch vom Tier unterscheiden, mit Ausnahme von ein paar intelligenten Zirkusaffen vielleicht. Kann man denn in einen anderen Menschen wirklich hineinschauen, also ganz tief in die Seele, dort wo es wirklich intim wird? Natürlich nicht .. oder vielmehr noch nicht, sollte ich vielleicht besser sagen, denn heute hatte ich ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Ein älterer Herr, der bis auf die Tatsache, dass er ein großes Ei am Revers sitzen hatte, eigentlich ganz normal wirkte, sprach mich in der Pause vom Konzert an. Ob ich denn schon mal vom ..Großen Bombulla" gehört hätte? Schon länger nicht mehr, erwiderte ich höflich. Ja, das wäre ein ganz besonderer Mann, der mir vielleicht helfen könne. ..Wobei denn?", fragte ich. Das eben wisse allein der ..Große Bombulla", meinte der Mann mit einem geheimnisvollen Lächeln und schon war er wie im Nichts verschwunden, nur eine Karte mit der Adresse ..Hamburg, Reeperbahn, hinten links" warf er mir noch zu, während er langsam wegging. Na, das trifft sich ja gut, dachte ich, da wollen wir ja auch morgen hin. Ich denke, ich werde dann mal beim ..Großen Bombulla" vorbeischauen. Bis Dahin, Euer Tom

15.10.07 13:33, kommentieren